Wie allive entstand
allive ist aus der Überzeugung entstanden, dass Abschied, Erinnerung und Vorsorge neue Räume brauchen. Räume, die menschlich sind, zugänglich und frei von Druck. Auf dieser Seite teilen wir unsere Geschichte, wichtige Entwicklungsschritte und aktuelle Einblicke in unsere Arbeit. Nicht als Rückblick im klassischen Sinne, sondern als fortlaufende Bewegung. Wie kommt man in jungen Jahren auf die Idee, Grabsteine neu zu denken? Diese Frage begleitet uns seit Beginn von allive. Und sie ist berechtigt. Denn unsere Arbeit beginnt nicht mit einem Produkt, sondern mit einer Haltung. Mit der Überzeugung, dass Erinnerung lebendig sein darf und Abschied Raum für Verbindung braucht. Im Folgenden möchten wir unseren Weg teilen. Nicht als Erfolgsgeschichte, sondern als Entwicklung. Mit Fragen, Zweifeln, Begegnungen und dem Wunsch, etwas Sinnvolles zu schaffen.
2019: Studium, Freundschaft und eine erste Idee
2019 begann unser gemeinsames Studium an der DHBW Ravensburg. Schnell merkten wir, dass uns mehr verband als Vorlesungen und Projekte. Aus Kommilitonen wurde eine Freundschaft, aus Gesprächen wurden Ideen. Die Zeit der Corona Pandemie brachte viele Themen näher, die sonst oft verdrängt werden. Krankheit, Tod und Abschied wurden plötzlich Teil des Alltags. Gleichzeitig entstand in uns der Wunsch, etwas Eigenes zu schaffen. Etwas, das berührt und Bedeutung hat. Wir begannen, Friedhöfe zu besuchen. Still, beobachtend, ohne konkretes Ziel. Und doch mit einem wachsenden Gefühl, dass etwas fehlt. Orte des Gedenkens wirkten oft distanziert. Statisch. Abgeschlossen. Uns stellte sich immer wieder dieselbe Frage: Wo bleibt das Leben in der Erinnerung?
2022: Die Bachelorarbeit und der entscheidende Impuls
Während unserer Bachelorarbeit wurde aus einer diffusen Idee ein konkreter Gedanke. Bei weiteren Friedhofsbesuchen wurde uns klar, was uns fehlte. Austausch. Nähe. Eine Möglichkeit, in Beziehung zu bleiben. Der entscheidende Moment kam durch eine einfache Frage unseres Dozenten. Wie soll eigentlich euer Grabstein aussehen? Diese Frage öffnete einen Raum. Aus ihr entstand der allivestone. Ein Grabstein, der nicht nur erinnert, sondern zuhört. Ein Ort, an dem Gedanken bleiben dürfen. Ein Medium zwischen den Lebenden und denen, die fehlen.
2023: Gründung von allive
Was als Studienprojekt begann, ließ uns nicht mehr los. Der allivestone war mehr als ein Konzept. Er war Ausdruck einer Haltung, die wir teilen wollten. 2023 gründeten wir allive. Es folgten unzählige Materialtests, Gespräche, Entwürfe und Zweifel. Viele Abende und Wochenenden flossen in die Weiterentwicklung. Nicht, um schneller zu sein, sondern um stimmig zu bleiben. Unser Ziel war klar. Einen Erinnerungsort zu schaffen, der zugänglich ist. Für alle. Unabhängig von Herkunft, Budget oder Tradition.
2024: Schutz, Marktstart und erste Messen
2024 konnten wir unseren Gebrauchsmusterschutz anmelden und den allivestone offiziell auf den Markt bringen. Ein wichtiger Schritt, der uns Sicherheit gab und unseren Weg bestätigte. Die ersten Messeauftritte folgten. Gespräche mit Angehörigen, Bestattern, Trauerbegleitern und vielen Menschen, die uns ihre Geschichten anvertrauten. Diese Begegnungen haben uns gezeigt, dass unser Ansatz verstanden wird. Und gebraucht.
2025: Das allive Netzwerk entsteht
Mit der Zeit wurde deutlich, dass Erinnerung nicht an Produkten endet. Menschen brauchen Begleitung, Austausch und Orientierung. 2025 begannen wir deshalb mit dem Aufbau des allive Netzwerks. Ein Netzwerk aus Bestattern, Trauerbegleitern, Hospizen, Vereinen und Wegbegleitern, die unsere Haltung teilen. Gemeinsam möchten wir Räume schaffen, in denen Trauer nicht isoliert bleibt. allive wächst weiter. In Ideen, in Begegnungen und in Verantwortung.
Heute: Enge Zusammenarbeit & wachsendes Netzwerk
Heute ist allive mehr als eine Idee oder ein einzelnes Produkt. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Kreuzmal GmbH konnten wir unsere handwerkliche Kompetenz, gestalterische Qualität und strukturelle Umsetzung auf ein neues Fundament stellen. Diese Verbindung ermöglicht es uns, individuelle Erinnerungsorte nicht nur zu denken, sondern dauerhaft, verlässlich und in hoher Qualität umzusetzen. Gleichzeitig ist allive stetig in Bewegung. Wir suchen bewusst den Austausch mit Menschen und Organisationen, die das Thema Abschied, Trauer und Erinnerung aus unterschiedlichen Perspektiven begleiten: Bestatter, Trauerbegleiterinnen, Hospize, Vereine, Künstlerinnen und Initiativen. Nicht, um ein starres System aufzubauen, sondern um Lebendigkeit im Umgang mit dem Thema Tod zu ermöglichen.
So wächst nach und nach das allive Netzwerk: ein Geflecht aus starken Partnern, die ein gemeinsames Verständnis teilen. Erinnerung darf individuell sein. Trauer braucht Raum. Und Austausch hilft, neue Wege zu finden. Allive versteht sich heute als Plattform, als Gestaltungsraum und als Haltung. Wir verbinden Handwerk, Design und Menschlichkeit – mit dem Ziel, Erinnerungskultur behutsam weiterzuentwickeln und für viele Menschen zugänglich zu machen.
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